Staubsauger Test: Welcher saugt am besten? Sieger im Vergleich 2016!

Keine Lust auf Saugen? Die besten Modelle im Staubsauger Test machen die Arbeit so einfach wie möglich. Hier finden Sie alle wichtigen Infos zu:
  • Bedienung, Leistung, Saugkraft
  • Verbrauch, Lautstärke und Luftreinheit
  • Aktuelle Online-Preise
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Die Bodenstaubsauger Testsieger: Top-Modelle auf einen Blick!

Diese Geräte sind die unserer Meinung nach derzeit besten Boden-Staubsauger. Eine vollständige Übersicht aller begutachteten Geräte inkl. einer kurzen Zusammenfassung finden Sie in unserer Bodenstaubsauger Test-Übersicht. Die wichtigsten Werte zeigt Ihnen dort unsere übersichtliche Vergleichstabelle.


Platz 1

Testsieger 2015
Siemens VSQ8SEN72C


Stiftung Warentest
06/2015, Note 1,8
  Siemens VSQ8SEN72C


Platz 2

Testsieger 2014
Miele S 8340 EcoLine


Stiftung Warentest
02/2014, Note 2,0
  Miele S 8340


Platz 3

Testsieger 2011
Siemens VSZ31455


Stiftung Warentest
04/2011, Note 2,0
  Siemens VSZ31455


Platz 4

Ohne Beutel
Philips FC9922/09

Leistung 650 Watt, 6 kg,
Filter HEPA 13, Box 2,2 Liter
  Philips FC9922/09


Platz 5

Bosch
Roxx’x BGS 61431

Nachfolger des Testsiegers
Stiftung Warentest 04/2011
  Bosch Roxx’x BGS 61431


Platz 6

Ohne Beutel
Dirt Devil Rebel 23HE

Saugleistung 800 W, 4,9 kg,
beutellos, Singlecyclone
  Dirt Devil Rebel 23HE

Automatische Haushaltshilfen: Die besten Roboter im Staubsauger Test!

Neben dem klassischen, von Hand zu führenden Staubsauger, sind die Saugroboter auf dem Vormarsch. Hier dominieren im Staubsauger Roboter Test nicht die klassischen Marken wie Miele, Dyson, Siemens oder Bosch sondern allen voran Vorwerk, iRobot oder Kärcher. Die folgenden Staubsauger-Roboter stellen unserer Meinung nach den derzeit besten Kompromiss zwischen Preis und Leistung dar.


Platz 1

Testsieger Vorwerk
Kobold VR200


Vorwerk Kobold VR200


Platz 2

LG Hom-Bot
Square 3.0


Hom-Bot 3.0


Platz 3

iRobot
Roomba 620


iRobot Roomba 620


Platz 4

iRobot
Roomba 581
  iRobot Roomba 581


Platz 5

iRobot
Roomba 555
  iRobot Roomba 555


Platz 6

Kärcher
RC 3000
  Kärcher RC 3000

Handstaubsauger mit Akkubetrieb: Testsieger im Vergleich!

Handstaubsauger sind willkommene Helfer wenn es um die schnelle Zwischenreinigung leichter bis mittlerer Verschmutzungen im Haushalt oder Auto geht. Durch ihre schlanke Bauform kommen die praktischen Akkusauger in jede Ritze und eignen sich aufgrund ihrer Stromversorgung durch wiederaufladbare Batterien nicht nur für’s Haus sondern insb. auch für die Innenreinigung des Autos. Wer mobil länger als ein paar Minuten saugen möchte, kommt nicht um die moderne Lithium-Ionen Akkutechnologie herum. Hier sechs sehr gute Geräte aus unserem Handstaubsauger Test.


Platz 1

im Test Fakir
LHN 18 black

25 Min. Betrieb, 18 V Li-Ion
HEPA Filter, 0.4 Liter, 1.1 kg

Fakir LHN 18


Platz 2

Rowenta
AC 9258

18V Lithium-Ionen-Akku
Futuristische Optik

Rowenta AC 9258


Platz 3

iRobot
Roomba 620

AEG Rapido
AF6118

AEG Rapido AF6118


Platz 4

Dirt Devil
M135 Gator

10 Min. Betrieb, 9.6 V NiMh
Akkusauger, 0.2 Liter, 1.4 kg

Dirt Devil M135 Gator


Platz 5

Philips
FC6148/01 ECO

9 Min. Betrieb, 10.8 V Li-Ion
2-Wege Filter, 0.5 Liter, 0.8 kg

Philips FC6148/01 ECO


Platz 6

im Test Philips
MiniVac FC 6144

9 Min. Betrieb, 7.2 V NiMh
Akkusauger, 0.5 Liter, 1.5 kg

Philips MiniVac FC 6144

Worauf es beim Staubsauger Test ankommt!

Für den Kauf von Bodenstaubsauger, Staubsaugerroboter oder Handstaubsauger gilt es einiges zu beachten. Neben Größe, Gewicht, Design und Ausstattung eines Staubsaugers sind Benutzerfreundlichkeit, Filter Technik (HEPA-Filter), Reinigungs Leistung und nicht zuletzt der Preis entscheidende Kriterien. Zusätzlich ist es ratsam in Zeiten stark steigender Strompreise einen Blick auf den Verbrauch zu werfen. Und da es einige außerordentlich laute Modelle gibt – dies übrigens insb. bei den Staubsaugern ohne Beutel wie bspw. den Geräten von Dyson – kann es nicht schaden, bereits vor dem Kauf eine Vorstellung davon zu haben, ob beim Saugen Ohrenschützer benötigt werden oder der Staubsauger wie ein Kätzchen schnurrt.

Größe, Gewicht und Ausstattung

Bodenstaubsauger gibt es von ganz klein bis ziemlich groß. Eine Mindestgröße ist unabdingbar, denn Motor, Filtersystem (wichtig für Allergiker HEPA-Filter!) und tlw. auch Zubehör müssen in einem passenden Gehäuse untergebracht werden. Die Größe allein lässt im übrigen keine Aussage darüber zu, ob die Geräte Saugleistung gut oder weniger gut ist (size does not matter).

Beim Gewicht gibt es sehr leichte Modelle mit unter 5 kg wie bspw. den AEG CE Vampyr (4.7 kg) oder den Geräten von Dirt Devil bis hin zu richtigen „Schwergewichten“ wie den Miele Geräten oder den Roxx’x mit über 8 kg. Wer ab und zu seinen Bodenstaubsauger auch einmal tragen möchte, um den Schmutz an schwer erreichbaren Stellen zu entfernen, sollte beim Staubsaugerkauf auch auf das Gewicht achten und eher zu einem leichten Modell greifen; alles bis 6 kg ist hier gut geeignet. Interessant, daß einer der beiden Stiftung Warentest Testsieger – der Roxx’x BGS61430 – stattliche 8,4 kg auf die Waage bringt. Der Zweite aus demselben Test und unsere frühere Nummer 1, der VSZ 31455, wiegt dagegen nur 6 kg.

Auch die Wendigkeit beim Hinterherziehen wird durch Größe und Gewicht beeinflußt. Aber auch die Rollenkonstruktion des Bodenstaubsaugers ist hierfür wichtig. Ganz vereinfacht: Je mehr Rollen, desto wendiger. Und ein Staubsauger mit größeren Rollen/Rädern gleitet in der Regel besser als einer mit sehr kleinen.

Zur typischen Ausstattung zählen die aufsteckbare Fugendüse (länglich, schmall und dünn) und die Matratzen-/Polsterdüse (kurz, etwas breiter). Doch diese sind nicht bei allen Geräten im Lieferumfang enthalten. Deshalb achten wir im Testbericht auch darauf.

Für den normalen Reinigungsprozeß auf Hart- und Weichböden sowie Teppich werden alle guten modernen Bodenstaubsauger mit einer umschaltbaren Rollendüse geliefert. Motor- und Feinstaub-Filter sowie der Saugschlauch nebst Teleskoprohr runden bei den meisten Geräten den Lieferumfang ab. Wie gut diese Allergene filtern, wie groß der Aktionsradius ist und vieles mehr? Dem gehen wir dann im ausführlichen Artikel auf den Grund.

Reinigungsfähigkeit

Neben der Saugleistung des Motors, die sich nicht aus der Watt Angabe des Herstellers ableiten lässt, bestimmt die Konstruktion der Luftführung im Staubsauger zusammen mit der HEPA-Filter Technik dem Staubbgeutel und der verwendeten Saugdüse die Reinigungsfähigkeit eines Staubsaugers. Jeder Staubsauger Test zeigt immer wieder auf’s Neue, daß Hartböden wie bspw. Laminat oder Estrich moderne Geräte vor keinerlei Herausforderungen mehr stellen. Die Spreu trennt sich aber nach wie vor vom Weizen bei (langfloorigen) Teppich Böden. Hier ist ein perfektes Zusammenspiel aus Leistung des Motors und Düsenkonstruktion gefragt.

Wenn der Staubsauger die Raumluft nicht verschmutzen soll, braucht er ein gutes Filter System mit möglichst hohem Staubrückhaltevermögen. In den meisten aktuellen Bodenstaubsaugern kommen sog. HEPA-Filter zum Einsatz, die sehr gute Rückhalteeigenschaften haben. Allergiker sollten in jedem Fall auf das Vorhandensein eines solchen HEPA-Filters achten, denn es bringt nichts, vorne den Staub einzusaugen, wenn er hinten am Staubsauger wieder ausgeblasen und in die Raumluft abgegeben wird. Im schlimmsten Fall wird der feine Staub dadurch noch verteilt und kann für Reizungen der Luft- und Atemwege führen.

Stromverbrauch und Geräuschentwicklung

Die Technik der Staubsauger hat sich weiterentwickelt und während ältere Modelle sehr laut saugen, sind die aktuellen Modelle deutlich leiser. Flüsterleise ist bauartbedingt kein Staubsauger im Test, wobei der Unterschied zwischen einem Gerät, das mit 72 dB saugt, und einem, das bei 85 dB liegt, deutlich hörbar ist. Die Geräte von Dyson gehören übrigens bau- und technologiebedingt zu den eher lauten Geräten und konnten bisher auch die Stiftung Warentest noch nicht mit ihrer Saugleistung überzeugen. Das tut der Beliebtheit der Dyson Sauger ohne Beutel aber keinen Abbruch, obwohl wir eher zum Stiftung Warentest Sieger Roxx’x BGS61430 raten würden, der zu den leisesten guten Bodenstaubsaugern im Test zählt.

Beim Stromverbrauch scheiden sich die Geister schon lange nicht mehr. Ein Staubsauger mit 2000 Watt mag vor Jahren noch eine bessere Saugleistung als ein Gerät mit 1400 Watt gehabt haben. Dem ist heute aber nicht mehr so. Die Konstruktion mit perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten bestehend aus Motor, HEPA-Filter, Staubbeutel und Luftführung ist entscheidend, um Staub und Schmutz zuverlässig aus Teppich- und anderen Böden zu saugen. 56124021

Und weil die Watt-O-Manie im Laufe der Zeit um sich gegriffen hat, auch bekannt als „Je mehr, desto besser!“, ist mittlerweile die EU regulierend eingeschritten. Seit 2014 dürfen keine Staubsauger mit einer Leistung über 1600 Watt verkauft werden. Und es geht noch weiter, denn ab 2017 dürfen Staubsauger nur noch maximal 900 Watt Strom verbrauchen. Hier schreitet die EU also ganz ähnlich ein, wie bei den Glühbirnen. Und das ist gut so, denn hinsichtlich der Reinigungsleistung – wie bereits im vorherigen Abschnitt beschrieben – kommt es eben nicht nur auf die Motorstärke sondern die gesamte Konstruktion des Staubsaugers an; und das unabhängig davon, ob das Gerät mit oder ohne Beutel arbeitet.

Weitere Staubsauger-Arten

Typen von StaubsaugernAuch wenn bei Staubsaugern allgemeinhin das Motto gilt: „Hauptsache, der Staub ist weg!“, so gibt es dennoch verschiedene Arten von Staubsaugern, die in ihren Details teils deutlich voneinander abweichen. Die größten Unterschiede gibt es bei Filtermethode, Handhabung und Bauform.

Im Grunde kann man vereinfacht sagen, dass allen Staubsaugertypen dasselbe Prinzip zugrunde liegt: Durch die Energie, die ein integrierter Motor erzeugt, wird ein Gebläse im Inneren der Staubsaugers betrieben. Dieses Gebläse erzeugt Unterdruck, wodurch Dreck und Staub angesaugt und ins Gehäuseinnere geschleust werden. Dort wird die verschmutzte Luft gefiltert und gesäubert wieder heraus geleitet.

Hinsichtlich Filterung und dem Auffangprinzip von Schmutz und Staub wird allerdings klar unterschieden. Dabei gibt es unterschiedliche Variationen der Staubfilterung, wobei jeweils nochmals verschiedene Unterarten bezüglich der Verwendung und des Anwendungs-Bereiches definiert werden.

Staubsauger BauartInfos & Beschreibung
Nass-StaubsaugerDie Funktionsweise des Nass- oder Wassersaugers ist ähnlich der eines Dampfreinigers. Statt einer Filterung der schmutzigen Luft durch einen herkömmlichen Filter wird die Luft durch das Wasser gefiltert. Durch das Wasserbad werden sowohl Schmutz, als auch Staub optimal gebunden und können durch Wechseln des Wassers einfach und unkompliziert entsorgt werden.

  • Durch die Wasser-Filterung kann auf Beutel verzichtet werden, zudem ist die Reinigung rückstandsfreier als bei einem Zyklonsauger. Die Filterung durch den Wasserstaubsauger ist somit umweltfreundlicher und zudem optimal für Allergiker, da selbst feinste Staubpartikel aus der Luft gefiltert werden.

  • Nachteilig ist jedoch, dass stets dafür Sorge zu tragen ist, dass der Staubsauger restlos nach dem Saugen austrocknet. Sollte dies nicht gewährleistet sein, könnten sich im Inneren des Wasserstaubsaugers Schimmel und Bakterien bilden.

KesselsaugerKesselsauger werden auch Allessauger genannt, da mit ihnen sowohl gewöhnlicher Staub und Schmutz, aber ebenso Flüssigkeiten gesaugt werden können. Sie sehen ein wenig wie R2D2 aus Star Wars aus und sind in der Regel mit Filterpatronen für nassen Dreck und gleichzeitig mit Staubbeuteln gegen trockenen Schmutz und Staub ausgerüstet. So kann problemlos von Nass- auf Trockenarbeit gewechselt werden. Das Saugvolumen des Kesselsaugers ist abhängig von der Größe des Kessels selber und variiert in der Regel zwischen 20 und 30 Litern.
LaubsaugerLaubsauger werden häufig durch Verbrennungsmotoren betrieben und sind – ähnlich wie ein Rucksack – auf dem Rücken tragbar.
TischsaugerTischsauger, auch Akkusauger genannt, sind akkubetrieben und so klein und handlich, dass die in vielen Haushalten als Sauger für kleine, oft auch isoliert zu reinigende Flächen wie Tische, Möbel oder Autositze verwendet werden.
ZentralstaubsaugerZentralstaubsauger funktionieren über eine Sauganlage, die sich meist im Keller eines Hauses befindet, und ein Rohrsystem, das sich durch das ganze Haus zieht. Über das gesamte Haus hinweg sind Buchsen in die Wand eingelassen, an die ein Saugrohr befestigt werden kann. So kann – wie gewohnt – gesaugt werden, die Luft wird hierbei jedoch nicht in einem portablen Gerät gefiltert, sondern wird innerhalb der Sauganlage im Keller gereinigt und nach Außen geleitet. So geht das Saugen für Allergiker vollkommen Abluft-frei von statten. Zentralstaubsauger haben sich nicht durchgesetzt und sind heutzutage nur noch selten zu finden.
IndustriesaugerIndustriesauger ähneln häufig gigantischen Kesselsaugern. Neben der Verwendung in Industrie-Betrieben finden Industriesauger auch Anwendung bei der Straßen- und Städtereinigung oder bei Erdarbeiten im Straßenbau, wo statt Aushub und Abtransport der Bioabfall per Industriesauger einfach abgesaugt wird. Ebenso werden Industriesauger bei Abrissarbeiten von Gebäuden genutzt, um Müll, Staub und Gebäudeteile schnell und unkompliziert zu entsorgen.

HEPA-Filter und mehr: Tipps für Allergiker

Staubsaugen gehört zu den lästigen Alltagsverpflichtungen. Man kann ihm schlicht nicht entkommen, wenn man in einer eigenen Wohnung lebt. Besonders heikel ist das allerdings für Allergiker und Asthmatiker. Sie sind auf Staubsaugergeräte angewiesen, die ihren speziellen Bedürfnissen entgegenkommen. Das ist heutzutage auf dem Stand der Technik sehr gut möglich – allerdings setzt längst nicht jeder Hersteller und schon gar nicht in jedem Modell die entsprechende Ausstattung für Menschen mit Asthma oder Allergien ein.

Das Hauptproblem: Das Saugen wirbelt Feinstaub schon durch die Bewegung etwa der Bodendüse auf. Und zusätzlich bläst die Saugkraft Allergene nicht nur in den Beutel oder in die Staubbox hinein – sondern ohne Gegenmaßnahmen zu einem Großteil auch wieder durch die Geräteabluft hinaus. Je stärker der Sog, desto wahrscheinlicher wird es. Partikel, die zuvor am Boden oder in den Fasern „festsaßen“, schweben dann wieder in der Atemluft und können erst recht Reizungen verursachen.

Durch folgende drei technische Besonderheiten erreichen geeignete Staubsauger ein gutes und zugleich schonendes Saugergebnis.

  • Spezielle Allergen-Filter schränken die Saugstärke nicht (relevant) ein. Vor allem HEPA-Filter bieten eine große Verbesserung. Mit ihnen kann die Ausblasluft sogar reiner als die normale Raumluft sein. Die genaue HEPA-Klassifizierung gibt nähere Auskunft. Diese Einstufungen sollte man genau prüfen, denn die richtige Auswahl ist wichtig, bevor Sie einen Staubsauger kaufen.
  • Ein elektronisches Saugregulierungssystem passt die Saugstärke automatisch an die verschiedenen Bodenbeläge an. Denn im Vergleich zu Teppichböden benötigt Parkett viel weniger Leistung.
  • Achten Sie auch auf spezielle Staubbeutel, die empfehlenswert sind. Sie vermeiden durch einen Hygieneverschluss, dass Partikel austreten, besitzen eine antibakterielle Schicht und lassen sich leichte mit nur einem Handgriff entnehmen.
Wir weisen in den einzelnen Staubsauger Tests zusätzlich zu den übrigen Informationen gerne darauf hin, wenn das Produkt diese speziellen Eigenschaften erfüllt. In der Regel listen wir die entsprechenden Details unter Ausstattung auf.

Die Geschichte des Staubsaugers

Eine bebilderte und kompakte Einführung in die spannende Geschichte des Staubsaugers.

Whirlwind von Ives W. McGaffey
Heute zählt nur noch das Ergebnis, der Fokus liegt einzig auf dem Output. Die Zahlen und Fakten sind relevant – der Ursprung: Häufig unwichtig. Aber bei näherer Betrachtung kann die Geschichte hinter einer Selbstverständlichkeit spannend und interessant sein. So wie die Geschichte des Staubsaugers.

Der Staubsauger, wie wir ihn kennen, fand seinen Ursprung etwa vor 150 Jahren in den Vereinigten Staaten. Historiker vermuten daß der erste mechanische, also mit einer Handkurbel betriebene, Staubsauger Whirlwind bereits 1865 von Ives W. McGaffey aus Chicago Illinois patentiert wurde.

Weitere Quellen belegen, daß Melville Bissell 1876 ein Patent für den Carpet Sweeper, dem ersten funktionierenden Staubsauger für Haus und Läden, zugesprochen bekam. Diese erste Annäherung an unseren bekannten Staubsauger war jedoch ein riesiges Gerät:

Patent zum Carpet Sweeper von M. Bissell

Ein überdimensionaler, manuell zu bedienender Blasebalg musste, um einen verwertbaren Saugeffekt zu erreichen, von mehreren Männern per Kurbel, Fußantritt und Hebel in Fahrt gebracht werden. Wie angesichts der Größe und des Aufwands zu erwarten, konnte sich dieser erste Versuch eines Staubsaugers nicht auf dem Markt etablieren.

Als Erfinder des ersten motorbetriebenen Staubsaugers wird dem Londoner Brückenbauingenieur Hubert Cecil Booth zugeschrieben. Dieser hatte beobachtet, wie die ‚Midland Railway Company‘ eine Maschinerie zum Reinigen von Eisenbahnwagons benutzte, mit der der Schmutz von den Sitzen und aus den Ritzen gepustet wurde. Die Sitze waren hinterher sauber – allerdings war das Umfeld dementsprechend schmutzig. Denn statt den Schmutz einzusaugen, bliesen die Reinigungskräfte den Unrat von Sitz zu Sitz und konnten effektiv keine Reinigung erreichen. Der Schmutz war nicht dauerhaft entfernt, sondern einfach nur umverteilt worden.

Booth kam beim Beobachten dieses Szenarios allerdings eine zündende Idee. Statt den Schmutz fort zu blasen, müsste es wesentlich sinnvoller sein, den Dreck anzusaugen und in einem Beutel zu sammeln. Ein Kollege Booths tüftelte zeitgleich an einem Konstrukt, das ebenfalls eine schmutz-eliminierende Funktion haben sollte – ohne Erfolg. Als Booth diesem seine Idee vortrug, erklärte der Tüftler ihn für irre und beharrte darauf, dass es nicht möglich sei, Schmutz anzusaugen.

Dennoch ließ Booth sich in seinem Vorhaben nicht beirren und startete kurz darauf sein Experiment. Zuvor hatte er – so glauben Historiker – per Selbstversuch beweisen können, dass Schmutz heran gesogen und gesammelt werden kann: Booth hatte mit seinem Mund an der plüschigen Sitzfläche eines Stuhles gesogen – durch ein weißes Taschentuch. Der so erzeugte Unterdruck bewirkte, dass dunkel sichtbare Schmutzpartikel an dem weißen Tuch haften blieben. Der Erfolg der Unterdruck-Reinigung galt somit als sicher.

Saugwagen von Cecil Booth

Tatsächlich gelang es Booth 1901 ein Konstrukt zu entwerfen, das als der erste Staubsauger der Welt bekannt werden sollte. Dieses Konstrukt war eine riesige Maschinerie, die per Motorkraft Häuser zu saugen vermochte. Aufgrund der Größe musste der Saugwagen von Pferden gezogen werden und auf der Straße vor dem Haus parken, von wo aus meterlange Schläuche ins Haus getragen werden mussten, um dort saugen zu können.

Pferde-Saugwagen von Cecil Booth

Da die Idee eines Staubsaugers geglückt war, gründete Booth daraufhin die ‚British Vacuum Cleaner Company‘ – eine Reinigungsfirma, in der er nur Männer beschäftigte, die bereit waren, auffallend schicke Uniformen zu tragen, um das aufwendige Saugen gesellschaftsfähig zu machen.

Und nicht nur die gesellschaftliche Akzeptanz war ihm vergönnt – vielmehr wurde das Booth’sche Saugen per Saugwagen zum Highlight auf jeder High-Society-Party. Denn nur die besser betuchten Bürger Londons brachten das nötige Kleingeld auf, um ein derart aufwändiges Reinigen ihres Hauses zu finanzieren. Da diese Geschäftsidee offensichtlich ausbaufähig war, scheute Booth nicht vor einer weiteren Revolution in Sachen Haushaltsreinigung zurück: Er entwarf das erste, in Hauswände integrierte Rohrsystem, durch das Häuser zentral gesaugt werden konnten. Die entsprechende Sauganlage befand sich im Keller. Noch heute sind derartige Systeme vorzufinden.

Ein davon unberührter, aber etwa zeitgleich tüftelnder Erfinder des heute bekannten Staubsaugers war der Amerikaner James Murray Spangler. Der Hausmeister aus Canton in Ohio litt an einer Stauballergie und suchte deshalb nach einer Möglichkeit, seine Profession ohne Asthma-Anfälle ausüben zu können – und er hatte Erfolg. Die ebenfalls elektrische Erfindung Spanglers war verglichen mit dem Konstrukt Booths ein Winzling. Spangler steckte einen Ventilator in eine Holzbox, stülpte einen Sack darüber und nannte seine Erfindung, die 1906 auf den Markt kam, Entstaubsaugpumpe.

Carpet Sweeper and Cleaner Patent von J. M. Spangler

Spanglers Staubsauger war der erste wirklich portable Vakuum-Staubsauger. Die durch den Ventilator angesogene Luft blies den Staub vom Boden in den Sack. Diese Erfindung soll historischen Berichten zufolge die erste sein, die bereits über eine rotierende Bürste verfügte, um hartnäckigen Schmutz aus den Fasern der Teppichböden herauszubürsten. Denn gleichzeitig mit dem Erfinden der Staubsauger hatten auch Teppichböden Einzug in die Haushalte der Bürger gehalten.

1908 ließ Spangler seine Erfindung patentieren und verkaufte mangels Geld für die Massenproduktion das Konzept an seinen Cousin William Henry Hoover und dessen Firma ‚Hoover Harness and Leather Goody Factory‘. Der sogenannte ‚Hoover 0‘ ist das erste bekannte Gerät, das sich erfolgreich dauerhaft auf dem Markt etablieren konnte und so bis heute bekannt ist. Hoover ist bis heute ein Synonym für Staubsaugen geblieben – ‚doing the hoovering‘ ist eine feststehende Redensart im englisch-sprachigen Raum.

Etwa 1930 kam der Staubsauger auch in Deutschland zu großer Beliebtheit – und das trotz seines enormen Gewichtes. 1910 brachte Siemens einen Staubsauger auf den Markt: Dieser wog stolze 100 Kilogramm. AEG legte 1914 kurz darauf nach und schuf den nur noch 30 Kilogramm schweren Santos-Staubsauger. Dieser kostete allerdings 550 Reichsmark – eine immense Summe für damalige Verhältnisse. Umgerechnet in Euro kostete der ‚leichte‘ Staubsauger von AEG damit teure 1.925 €.

Model V von Eletroclux

Um 1920 führt Axel Wenner-Gren, der Gründer von Electrolux, das Model V ein. Ein kompakteres und handlicheres Staubsauggerät als andere zu dieser Zeit erhältlichen Modelle. Das grundlegende Design ähnelt dabei den heutigen Staubsaugern (vgl. Bild des Model V) und Electrolux ist einer der weltweit führenden Hersteller von Haushaltsgeräten.

Erst etwa 10 Jahre später schafften Hersteller wie Siemens (Kesselsauger Protos) und AEG (Beutelsauger Vampyr) es, handliche und leichte Bodenstaubsauger zu bauen, die sich konsequent bewährten und heute nicht mehr aus dem Haushalt wegzudenken sind. Nach dem zweiten Weltkrieg im Zuge sinkender Produktionskosten gab es bald in jedem Haushalt mindestens einen Staubsauger.

James Dyson Patent 'Vacuum Cleaner' von 2003

Die nächste Evolutionsstufe wurde Ende 1970er Jahre durch James Dyson eingeläutet: Der britische Tüftler entwickelte den ersten beutellosen Staubsauger. Damit wurde ein Problem der Staubsauger mit Beutel gelöst, die mit zunehmender Füllung an Saugkraft verlieren während die Dyson-Sauger ohne Beutel mit konstanter Saugleistung aufwarten. Dennoch schaffen es bis heute die beutellosen Staubsauger selten auf’s Siegertreppchen bei den einschlägigen Staubsauger-Tests. So konnte erstmalig bei der Stiftung Warentest 04/2011 der auch von uns getestete und für sehr gut befundene Roxx’x BGS 61430 mit den häufig guten bis sehr guten Beutelstaubsaugern Schritt halten.

Selbst im 21. Jahrhundert müssen Staubsauger noch immer mehr oder weniger mühselig von Hand durch die zu reinigenden Räume geschoben werden. Die Roboterentwicklung verspricht für die nähere Zukunft Abhilfe zu schaffen: Um das Jahr 2000 herum kamen die ersten Saugroboter auf den Markt, die – zumeist mit rundem, flachem Äußeren – autonom Böden von Schmutz und Staub befreien sollen. Stand heute ist diese Technologie allerdings noch nicht ausgereift; die Robosauger eignen sich im wesentlichen für glatte Böden mit leichter Verschmutzung, stehen im Haushalt aber Herausforderungen wie bspw. Kabel, Ecken, Treppen oder Teppichabsätzen gegenüber, die noch nicht zufriedenstellend von den kleinen Robotern gemeistert werden können. Es steht aber außer Frage, daß die technischen Fortschritte in den nächsten Jahren Roboterstaubsauger hervorbringen werden, die zuverlässig und gründlich arbeiten und dem Menschen die lästige Arbeit des Staubsaugens abnehmen werden.