Der Mittelklasse-Handstaubsauger M135 Gator von Dirt Devil im Praxistest: Ist das Modell ein Staub-(Alli)gator, der alles vor sich erfasst – oder nicht? Die Firma „Dirt Devil“ ist auf beutellose Staubsauger in allen Variationen spezialisiert und bietet Modelle für jeden Anspruch sowie Geldbeutel. Der Kunde darf also hochwertige Geräte erwarten und möchte keine Abstriche machen. Inwiefern dies beim Dirt Devil M135 Gator zutrifft, zeigt der folgende Test.

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Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung entspricht dem Image der Marke und setzt auf ein modernes Design, das vor allem die jüngeren Generationen ansprechen soll. Der Lieferumfang beinhaltet das übliche Zubehör, von der Fugendüse bis zur ausführlichen Anleitung. Leidglich die Wandhalterung fehlt, was verwunderlich ist, da diese zum Standard im Bereich der Handstaubsauger gehört. Ob dies ein K.O.-Kriterium darstellt, muss jeder Kunde selbst entscheiden; dennoch handelt es sich um einen kleinen Nachteil gegenüber der Konkurrenz.

Bauform und Handhabung

Das Design des Dirt Devil M135 Gator ist modern und ansprechend. Die Farbgebung gliedert sich in jeden Haushalt ein, die Formgebung wirkt auf den ersten Blick ein wenig massig, stellt sich jedoch bei der Bedienung als gut ausbalanciert dar. Die Handhabung wird weiterhin durch den gut in der Hand liegenden Griff erleichtert. Dieser ist offen, bietet jedoch guten Halt. Auch die Fugendüse erfüllt ihre Aufgabe und gestaltet das Saugen schwer zugänglicher Stellen angenehmer.

Ein Manko ist allerdings das Gewicht, das sich mit 1,4 kg im oberen Bereich bewegt. Wer Wert auf einen besonders leichten Handstaubsauber legt, ist mit diesem Modell vielleicht nicht optimal bedient. Gleichsam muss jedoch bedacht werden, dass Leistung und Gewicht in der Regel Hand in Hand gehen, was Inhalt des folgenden Abschnitts sein wird.

Leistungsdaten und Reinigungsfähigkeiten

Bei der Staub- und Schmutzbeseitigung kann der M135 Gator von Dirt Devil glänzen. Die Saugleistung ist zwar nicht offiziell beziffert, der Praxistest hat aber gezeigt, dass auch grobe Verschmutzungen problemlos beseitigt werden: Staub, Katzenstreu oder Holzspäne meistert dieses Gerät mühelos. Nach dem Reinigen wird der Schmutz per Knopfdruck entleert und der Filter bei Bedarf mit Wasser ausgespült. Sehr praktisch

Betriebsdauer und Ladezeit müssen allerdings ein wenig kritischer betrachtet werden. Laut Hersteller soll der M135 Gator etwa 10 Minuten lang nutzbar sein, bevor er wieder aufgeladen werden muss, was wir im Rahmen unserer Tests bestätigen können. Dies entspricht dem Durchschnitt dessen, was derzeit bei Handstaubsaugern mit Nickel-Metallhydrid-Akkutechnik zu erwarten ist.

Problematisch wird es, wenn die 10 Minuten nicht genügen und das Gerät zügig wieder zum Einsatz kommen soll. Hier werden durchaus bis zu 16 Stunden Ladezeit erforderlich. Der Ladevorgang selbst ist dagegen wiederum gut gelöst: Das mit 1,8 m Länge ausreichende Ladekabel wird eingesteckt und die Kontrollleuchte informiert über den Status.

Bei der Geräuschentwicklung habe die Ingenieure des M135 gute Arbeit geleistet. Statt wie viele Geräte der Konkurrenz mit hoher Lautstärke ans Werk zu gehen, ist der Dirt Devil Gator vergleichsweise geräuscharm und verschreckt bei der gelegentlichen Reinigung nicht die Haustiere und andere Bewohner.

Fazit

Vielleicht wäre es eine gute Lösung gewesen, eine Wandhalterung mit integrierter Ladestation vorzusehen. Vielleicht ziehen viele Kunden aber auch das simple Ladekabel vor und verzichten gerne auf die Halterung. Über diesen Punkt lässt sich streiten. Nicht streiten lässt sich dagegen über das verhältnismäßig hohe Gewicht, daß aber durch die hohe Saugleistung wieder aufgewogen wird. Wird zusätzlich berücksichtigt, dass Handstaubsauger für gewöhnlich nur gelegentlich zum Einsatz kommen, spielt auch die lange Ladezeit keine große Rolle mehr. Übrig bleibt ein überzeugendes Modell der mittleren Preisklasse, das die wesentlich Ansprüche erfüllt und nur kleinere Mängel vorweist.