Philips platziert mit dem MiniVac FC 6144 einen sehr erfolgreichen Handstaubsauger auf dem Markt. Wir schauen, wie er sich im Vergleich schlägt.

Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung ist schlicht gehalten und versucht nicht mit überzogenen Slogans oder künstlichen Bildern zu blenden. Philips will vor allem durch Leistung zu überzeugen, was bereits in Hinblick auf den Lieferumfang gelingt: Der MiniVac FC 6144 kommt mit einer Fugendüse sowie einem Bürstenaufsatz, den die Konkurrenz oftmals vermissen lässt. Hervorzuheben ist auch die Ladestation, die komfortabel an der Wand montiert werden kann, jedoch ein Manko aufweist, das im weiteren Verlauf noch erläutert wird.

Bauform und Handhabung

Auf den ersten Blick wirkt der Handstaubsauger zwar einfach, aber elegant. Die Bauform ist sehr schlank gehalten und hat die Rundungen an den richtigen Stellen. Der massige Eindruck anderer Modelle fehlt hier komplett und auch der Griff ist ansprechend sowie ungewöhnlich gelöst.

Was optisch sicherlich positiv heraussticht, kann in der Praxis jedoch nicht in letzter Konsequenz überzeugen. Leider fehlen ergonomische Wölbungen und die geschlossene Griffform ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Interessierte Käufer sollten dieses Modell zumindest einmal in der Hand gehalten haben. Dann wird wahrscheinlich auch auffallen, dass der MiniVac FC 6144 mit 1,5 kg kein Leichtgewicht ist.

Leistungsdaten und Reinigungsfähigkeiten

Zunächst die nackten Zahlen: Der Philips Handstaubsauger erreicht mit seinem 7,2 Volt Akku eine Betriebsdauer von bis zu 9 Minuten. Im Hinblick auf das Gewicht wäre eine höhere Saugleistung durchaus zu erwarten gewesen. Andere Modelle weisen häufig ein besseres Gewicht-Leistungs-Verhältnis auf.

Auch die Betriebsdauer bewegt sich im sicheren Mittelfeld, sticht also weder positiv noch negativ heraus. Dennoch genügen diese technischen Daten, um gelegentlich Staub und Schmutz von Stühlen oder anderen Oberflächen zu beseitigen. An diesem Punkt ändert auch das besonders betonte 2-Stufen-Filter-System mit Zyklon-Technik (wie bei Dyson-Geräten) nichts. Der Schmutz bleibt im Gerät, was jedoch auch bei Modellen ohne dieses System der Fall ist. Womöglich würden sich hier Vorteile in der Langzeitnutzung ergeben.

Ähnlich verhält es sich mit dem Ladevorgang, der auf der einen Seite durch die bereits erwähnte Wandhalterung mit integrierter Lademöglichkeit komfortabel gestaltet ist. Allerdings gibt es einen Haken: Die Kontrollleuchte zeigt lediglich an, dass der Sauger angeschlossen ist, gibt jedoch keine Information über den Ladezustand. Dies bedeutet konkret, dass die Kontrollleuchte auch nach vollständigem Aufladen weiterhin leuchtet und daher auch die Ladezeit nicht praktisch gemessen werden kann. Glücklicherweise verfügt der MiniVac FC 6144 über einen Überladungsschutz, so dass keine Gefahr durch die unglückliche Anzeige besteht.

Fazit

Das überzeugendste Argument des Philips MiniVac FC 6144 ist mit Abstand das Design. Nur wenige Modelle auf dem Markt wirken derart ansprechend und stilvoll wie dieses Gerät. Von den Leistungsdaten her sticht das Gerät nicht aus der Menge hervor, hat aber ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Laufzeit von etwa neun Minuten ist angesichts der verwendeten NiMh-Akkus angemessen und reicht, für gelegentliches Reinigung vollkommen aus. Wer länger saugen möchte, um bspw. auch mal den Autoinnenraum zu reinigen, wählt eher ein anderes Gerät vorzugsweise mit Lithium Ionen Akkutechnologie – bspw. den Fakir LHN18 Handstaubsauger – das dann aber in der Regel auch in einer höheren preislichen Region liegt.