Der Vorwerk Kobold VR200 ist unser neuer Testsieger. Seit seiner Premiere zur IFA 2014 in Berlin gab es mehrere Updates. Unser zunächst skeptisches Fazit, verbunden mit einer enttäuschenden Bewertungen, hat sich durch diese diversen Verbesserungen komplett geändert. Und auch Stiftung Warentest sieht das so: Dort erreichte der VR200 den 1. Platz im Saugroboter Test 2015.

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Vorwerk macht den Saugroboter VR200 aktuell noch etwas attraktiver.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwerk Kobold VR200 Testnote

Der Vorwerk Kobold VR200 ist Testsieger 2015

Wir haben uns das neue Saugroboter-Flaggschiff aus dem Hause Vorwerk nicht nur angesehen, sondern den Nachkommen des Kobold VR100 auf Herz und Nieren geprüft. Da wir bereits diesen Vorgänger ausgiebig getestet hatten, finden Sie bei uns zudem einen detaillierten Vergleich zwischen beiden Modellen. Nachdem Vorwerk mit dem VR100 ein sehr starkes Debüt auf dem Saugroboter Markt feierte, ist die Frage: Welche Änderungen und Verbesserungen bietet der Nachfolger VR200 im Test?

Ausführliche Berichte inzwischen auch im Testmagazin von Stiftung Warentest

Inzwischen gibt es zudem einen ausführlichen Testbericht von Stiftung Warentest (Heft 02/2015). Im Vergleichstest von insgesamt 7 Saugrobotern hat sich der Kobold VR200 durchgesetzt: Das Institut kürte ihn zum Testsieger. Als Bester erhielt er die Gesamtnote „gut (2,1)“. Auch wir sind der Meinung: Das Modell bietet insgesamt die besten Leistungen. Eine andere Frage ist: Lohnt sich der Aufpreis gegenüber dem Vormodell? Denn das ist weiterhin im Online-Shop von Vorwerk erhältlich. Informieren Sie sich jetzt in unserem Bericht.

Lieferumfang

Beim Lieferumfang hat sich im Vergleich zur vorigen Version nicht viel verändert. Sie war bei diesem bereits gut und setzt diese Bewertung fort. Mit dem Gerät kommen:

  • Ein Staubfilter
  • Eine Hauptbürste
  • Eine Seitenbürste
  • Eine Ladestation
  • 4 Meter Magnetband. Damit lassen sich Bereiche und Flächen abgrenzen, die der VR200 aussparen soll.
Wichtiger Unterschied: Der Neue hat eine Fernbedienung! Wir finden es ganz praktisch, manche nennen es Spielerei. Vorteilhaft ist es dann, wenn der Saugroboter z.B. unter einem Schrank geparkt wird und zum Leeren des Staubbehälters hervor geholt werden muss.

War der VR100 noch das Ergebnis einer Kooperation mit dem US-amerikanischen Hersteller Neato Robotics, ist der neue Kobold eine Eigenentwicklung aus Vorwerks Staubsaugerschmieden in Wuppertal. Das macht auch das neue Design deutlich, welches sichtbar ansprechender wirkt als das des Vorgängers. Weißer Hochglanzkunststoff und abgerundete Kanten finden sich bereits seit längerem sowohl in der Kobold-, sowie der Tiger-Produktlinie und jetzt also auch beim VR200 wieder.

Der Kobold VR200 ist nur direkt bei Vorwerk erhältlich
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Kobold VR200 bei Vorwerk
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Funktionsweise

In Sachen Funktionalität sprechen wir beim VR200 eher von Evolution anstatt Revolution. Warum etwas ändern, was nahezu perfekt ist? Das sieht scheinbar auch Vorwerk so und hat daher den grundlegenden Aufbau des Saugroboters beibehalten und nur durch einige wenige Details zu verbessern versucht. So ist z.B. nach wie vor oben auf dem Gerät der rotierende 360° Laser montiert, der für die Orientierung im Raum sorgt.

Vorwerk Kobold VR200Positiv: Vorwerk hat dem Laser-Dome einen eigenen Stoßsensor verpasst. Gab es beim Vorgänger noch einen kritischen halben Zentimeter, auf dem das Gerät faktisch blind war und sich so z.B. unter Sofas an der Oberkante vom Dome festfahren konnte, erkennt der VR200 diese Hindernisse nun mit dem neuen Kontaktsensor. In unseren Tests hat das auch sehr gut funktioniert. Festgefahren hat sich der VR200 an heiklen Stellen nicht mehr.

Das ist allerdings nicht die einzige Änderung. Auch wurden dem Kobold drei Ultraschallsensoren im Hauptstoßfänger spendiert. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, hatte doch der Stoßfänger beim VR100 bereits gute und vor allem möbelschonende Arbeit geleistet. Zudem neigen viele Hersteller dazu, lieber günstige Infrarotsensoren zu verbauen, die allerdings bei dunklen Möbelstücken und transparenten Objekten, wie z.B. Glasscheiben unzuverlässig sind.

Der Grundgedanke ist gut, die Umsetzung leider weniger. In unseren Tests hat sich gezeigt, dass ein Hindernis zentral vor dem jeweiligen Ultraschallsensor liegen muss, um erfasst zu werden. Es gibt also relativ große blinde Flecken zwischen den Sensoren. Hier hätten wir uns eine bessere Erkennung gewünscht.

Ein weiteres Novum sind die sogenannten “Kletterhilfen”. Diese sollen den Kobold VR200 dabei unterstützten Hindernisse bis zu 2cm zu überwinden. In der Theorie eine gute Idee. In der Praxis hatte der Staubsauger Roboter bei uns deutlich mehr Probleme auf Teppiche zu gelangen als noch der VR100.

Vorwerk Kobold VR200 UltraschallsensorDer Grund: Die Seitenbürste wurde weiter nach vorne an die äußere, rechte Ecke des Kobolds versetzt. Das ist zunächst mal ein Vorteil, da hiermit unserem Kritikpunkt am VR100 Rechnung getragen wird, dass in Raumecken stets eine kleine Fläche ungereinigt blieb. Vorwerk wollte das beim VR200 besser machen und hat damit als Konsequenz ein neues Problem erschaffen. War das Auffahren auf Läufern und Teppichen für den VR100 kein Problem, tendiert der Neue dazu die Seitenbürste unter die Teppichkanten zu schieben. Der Saugroboter schiebt den Teppich auf und bleibt an der Kante hängen. Wir sind skeptisch ob sich dieses Problem z.B. durch ein Software-Update lösen lässt.

Zudem ist uns immer wieder aufgefallen, dass der VR200 Staubsauger Roboter seine Schwierigkeiten mit der Navigation hat. War die Orientierung und strukturierte Abarbeitung beim Vorgänger ausgereift, scheint der VR200 ohne erkennbaren Grund, oftmals ziellos umher zu irren. Stellen die bereits befahren wurden, werden abermalig gesaugt. Mehrfach konnten wir beobachten, wie sich der VR200 an einer Stelle wahllos im Kreis drehte. Hier hat Vorwerk seine Hausaufgaben einfach noch nicht gründlich genug gemacht.

Auf der Haben-Seite neuer Features steht der sogenannte Eco-Modus. Dieser reduziert die Saugstärke und Rotationsgeschwindigkeit der Bürste etwas. Die Geräuschkulisse sinkt damit auf 67db was schon einen deutlich hörbaren Unterschied ausmacht und besonders dann eine Wohltat ist, wenn man während der Reinigung zuhause ist. Darüber hinaus hält der Akku in diesem Modus deutlich länger durch, ehe der VR200 die Reinigung unterbrechen muss. Statt 60 kann der Kobold 90 Minuten saugen, was in Summe umgerechnet ungefähr einer Fläche von 120qm entspricht. Auch gefallen hat uns, dass wir während der Fahrt unterbrechungsfrei zwischen dem “Eco”- und “Normal”-Modus umschalten konnten.

Reinigungsergebnis

Bei der Gründlichkeit hat uns seinerzeit der VR100 schon überzeugt. Dementsprechend gespannt waren wir, was der VR200 noch besser machen will. Im Grunde viel uns nur die Reinigung auf Teppichboden ein. Denn bei Staubsauger Robotern gilt – fast ohne Einschränkung – das Prinzip: “Hartböden kann jeder”. Woran es derzeit fehlt ist ein Gerät, welches mit hochflorigen Teppichen zurecht kommt.

Vorwerk Kobold VR200 Bahn für BahnLeider hat uns der Kobold VR200 hier auch enttäuscht. Das bereits beschriebene Phänomen, dass der Saugroboter so seine Schwierigkeiten mit dem Erklimmen von Teppich hat, führt zwangsläufig zum Auslassen eben solcher Flächen. Das ist umso ärgerlicher, wenn dies – wie in unserem Test – auch bei Teppichen mit niedrigem Flor auftritt.

Schafft es der Roboter hingegen auf den Teppich, profitiert man von der verbesserten Bürste und der höheren Saugkraft. Dabei empfehlen wir den VR200 im normalen Saugmodus – also ohne aktivierte Eco-Option – fahren zu lassen. Auf Hartböden ist der Sparmodus hingegen eine ebenso gute Wahl.

Zunächst von uns unbemerkt, aber nicht zu vernachlässigen ist die Tatsache, dass der Kobold VR200 um einen Zentimeter in der Höhe geschrumpft ist. Musste der VR100 mit seinen 10 Zentimetern noch vor dem ein oder anderen Heizkörper, sowie dem Hängeklo kehrt machen, schafft es der VR200 nun darunter. Zudem ist die bessere Platzierung der Seitenbürste an der vorderen, rechten Kante ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei der Reinigung von Ecken.

Wartung

Hier hat Vorwerk tatsächlich Einiges verbessert. So hat der Filter nun ein engmaschiges Netz als Vorfilter, welches den positiven Effekt hat, dass sich das Filtergewebe nicht so schnell zusetzten kann. Dadurch ist ein Austausch des Filters seltener erforderlich.

Zudem hat Vorwerk einen Absaugstutzen für normale Staubsauger am Schmutzbehälter vorgesehen. An die Öffnung kann das Rohr eines bliebigen Staubsaugers gehalten und so der Behälter abgesaugt werden. Es ist also nicht mehr zwingend erforderlich den Schmutzbehälter jedes Mal zum Entleeren herauszunehmen und über der Mülltonne auszuschütteln. Besonders für Allergiker eine sinnvolle Alternative, kann so der Kontakt zu Staub und sonstigen Allergenen weiter minimiert werden.

Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die einfache Entnahme der Hauptbürste. War die Reinigung beim VR100 noch mit etwas Fummelei verbunden, ist dies beim VR200 im Vergleich dazu ein Kinderspiel.

Bedienung

Beim VR200 hat sich die Bedienbarkeit leider verschlechtert. Anstatt Hardware-, kommen nun Sensortasten zum Einsatz, die sich sicher besser abwischen lassen, dafür allerdings auch in der Bedingung etwas umständlich sind.

So hatten wir zu Beginn kleinere Schwierigkeiten durch das Menü zu scrollen oder bestimmte Einstellungen vorzunehmen. Die Tasten haben auf unsere Eingaben einfach nicht reagiert. Auch ordentlich Druck hat nicht geholfen. Der Trick: Ein sanftes Überstreichen der Tasten führt zum Erfolg. In Zeiten von Smartphones und Tablets fanden wir diese Form der Touchbedienung etwas eigenartig. Insgesamt wirkte es unnatürlich.

Vorwerk Kobold VR200 FernbedienungZum Glück lässt sich für grundlegende Funktionen auch die beigelegte Fernbedienung nutzen. Außerdem kann der Roboter damit manuell durch den Raum navigiert werden. Die Umsetzung ist allerdings alles andere als gelungen. Die Steuerung ist hakelig und verzögert. Wie es besser geht hat beispielsweise LG bei dem Hom-Bot gezeigt. Tatsächlich empfinden wir das aber nicht als schwerwiegend, sollte der Saugroboter in den meisten Fällen doch eigentlich sowieso autark agieren.

Wichtiger Hinweis: Vorwerk hat scheinbar eine eigene Smartphone App in Planung, welche möglicherweise besser funktioniert und zusätzliche Einstellmöglichkeiten mitbringen könnte.

Der Kobold VR200 ist nur direkt bei Vorwerk erhältlich
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Preis

War der Kobold VR100 mit seinen anfänglichen 649 € schon teuer, hat Vorwerk nun noch mal eine Schippe draufgelegt. Der VR200 schlägt mit satten € zu Buche. Damit zählt auch die neue Generation zu den teuersten Saugrobotern überhaupt.

Auf einen schnellen Preisverfall wie z.B. bei den Geräten von Samsung braucht man zudem nicht hoffen, hatte der VR100 doch die letzten Jahre konstant seinen Preis gehalten.
Immerhin wird im Vorwerk Online Shop wieder eine 30 Tage Geld-Zurück-Garantie gewährt. Nicht unerwähnt wollen wir lassen, dass Vorwerk wider Erwarten den VR100 nicht vom Markt genommen hat. Der Kobold VR100 ist als „günstigere“ Alternative für derzeit € weiterhin in Vorwerks Online Shop verfügbar.

Fazit

Selten haben wir uns so auf einen neuen Saugroboter gefreut … und selten wurden wir so enttäuscht! Leider bleibt der VR200 weit hinter seinem eigentlichen Potenzial zurück.

Die Hardware hat uns fast ausnahmslos überzeugt und unsere hohen Erwartungen geschürt. In der Realität bleibt von den Vorteilen, vor allem aufgrund von unausgereifter Software kaum etwas übrig.

Und Euro sind einfach zu viel. Mussten wir bereits beim VR100 schlucken, sind wir angesichts des Preis-/Leistungsverhältnis beim VR200 sprachlos.
Nichtsdestoweniger hat der neue Kobold Potenzial. Wir gehen davon aus, dass Vorwerk dem VR200 einige Updates spendieren wird und so hoffentlich die „Kinderkrankheiten“ beseitigen kann.

Wir bleiben auf jeden Fall dran und unterziehen den VR200 zu gegebener Zeit weiteren Tests. In der Zwischenzeit bleibt festzuhalten, dass wir leider keine Empfehlung für den VR200 aussprechen können. Stattdessen raten wir weiterhin zum Kobold VR100 (Testbericht). Auch wenn dieser bereits drei Jahre auf dem Buckel hat, handelt es sich immer noch um einen der besten Saugroboter auf dem Markt, der dem VR200 technisch in fast nichts nachsteht.

Und bei einem Preis von € spart man nicht nur mehr als hundert Euro im direkten Vergleich, sondern bekommt einen Staubsauger Roboter, der besonders durch seine Ausgereiftheit punkten kann.